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Anna-Nitschmann-Haus stellte sich vergleichender Qualitätserhebung in der Pflege

Freitag, 23. Juli 2010 10:27 Uhr

Als eine von 30 Einrichtungen in Deutschland nahm das Altenpflegeheim Anna-Nitschmann-Haus der Herrnhuter Diakonie an einer internationalen vergleichenden Erhebung zur Einhaltung von  Qualitätsstandards in zwei ausgewählten Bereichen der Pflege teil. Die freiwillige Prüfung bescheinigt nun dem Haus eine besonders hohe Pflegequalität.

Durchgeführt wurde die Untersuchung gemeinsam von der Universität Witten/Herdecke und der Universität Maastricht (Holland). Beide Bildungs- und Forschungseinrichtungen verfügen auf diesem Gebiet über eine ausgewiesene Kompetenz und Erfahrung; so stellt die Universität Maastricht bereits seit 1998 derartige wissenschaftliche Vergleiche zu ausgewählten Aspekten der Pflege an.

Im Rahmen der Erhebung wurden in den teilnehmenden Einrichtungen Daten zu Indikatoren erhoben, die die jeweilige Qualität der Arbeit in der Prävention gegen Mangelernährung und in der Dekubitusprophylaxe erfassen.

Prävention gegen Mangelernährung
Im Bereich der Mangelernährung wurden die gestellten Anforderungen durch das Anna-Nitschmann-Haus zu einhundert Prozent erfüllt. Es zeigte sich, dass von Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles getan wird, um Magelernährung für die Bewohner dieses Altenpflegeheimes nicht zum Problem werden zu lassen. Indikatoren, bei denen das Anna-Nitschmann-Haus überdurchschnittlich gut abschnitt,  waren die Heranziehung von Beratern und sowie die Zusammenarbeit mit Diätassistenten. Zum Vergleich: Bundesweit wurden in den teilnehmenden Einrichtungen die aufgestellten Qualitätsindikatoren durchschnittlich zu rund 67 Prozent erfüllt.

Dekubitusprophylaxe
Im Bereich der Prävention gegen Dekubitus ("Durchliegen") betrug der Erfüllungsstand der aufgestellten Qualitätsindikatoren durch das Anna-Nitschmann-Haus 80 Prozent. Im Anschluss an die Untersuchung war es das Ziel, alle genannten Anforderungen vollständig umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit einem Medizindienstleister sowie die Standardisierung der Informationsweitergabe tragen jetzt dazu bei, die gestellten Anforderungen zu 100 Prozent zu erfüllen. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Erfüllungsgrad der in der Studie aufgeführten Qualitätsindikatoren bei 73 Prozent.

Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände (MDS) rät zur Teilnahme an derartigen Studien und wertet die Beteiligung daran als eine ausgezeichnete Maßnahme der externen Qualitätssicherung für Pflegeeinrichtungen.

Dorothea Pfeifer, Leiterin des Anna-Nitschmann-Hauses: "Wir beteiligen uns gerne an solchen Vergleichsstudien renommierter, unabhängiger Institute, weil sie uns helfen, die hohe Pflegequalität im Interesse unserer Bewohnerinnen und Bewohner ständig weiter zu entwickeln. Auch die Ergebnisse dieser neusten Untersuchung bestätigt und motiviert uns in diesem Bemühen."

An der internationalen Erhebung haben Altenpflegeeinrichtungen in den Niederlanden, in Deutschland, in Österreich sowie in der Schweiz und Neuseeland teilgenommen. Prüftag war Dienstag, der 13. April. In Deutschland beteiligten sich 30 Einrichtungen mit mehr als 1.700 Bewohnerinnen und Bewohnern. Die Ergebnisse für die Bundesrepublik wurden Anfang Juli bekannt gegeben. Alle Vergleichszahlen beziehen sich auf den nationalen Rahmen, die Zahlen für das Ausland befinden sich noch in der Auswertung und werden erst später zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen zur Erhebung

Qualitätsindikatoren der Studie (Auswahl)


Dekubitusprophylaxe:
Zusammenarbeit mit WundexpertenUmsetzen von Richtlinien  zur Prävention und Behandlung
Regelmäßige Fortbildungen
Standardisierte Informationen bei Verlegung/Einweisung

Mangelernährung:
Umgang mit Richtlinien
Zusammenarbeit mit Diätassistentin und ernährungswissenschaftlichen Beratern
Regelmäßige Fortbildungen
Standardisierte Informationen

Kontakt zum Altenpflegeheim Anna-Nitschmann-Hauses



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