Johann-Amos-Comenius-Schule

Therapeutische Angebote

Ein Großteil der Schulpflichtigen nimmt bei uns regelmäßig therapeutische Angebote wahr.

Seit Jahren gehören mehrer Physiotherapeutinnen fest zum Mitarbeiterteam der Schule. Ihnen stehen gut ausgestattete Behandlungsräume zur Verfügung. Stiftungseigene Kleinbusse ermöglichen es ihnen darüber hinaus, mehrmals in der Woche zum therapeutischen Reiten bzw. Schwimmen zu fahren.

An drei Wochentagen ist eine Logopädin sowie mehrmals wöchentlich eine Ergotherapeutin im Hause. Sie verfügen über feste Therapieräume und nehmen, wie auch die Physiotherapeutinnen, ihre Behandlungen parallel zum Unterrichtsgeschehen vor. Damit sind Kinder und Eltern nicht darauf angewiesen, die Freizeit dafür zu nutzen.

Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 bieten wir an einem Tag in der Woche tiergestützte Förderung an. Eine dafür geschulte Mitarbeiterin arbeitet dann zusammen mit ihren Hunden mit einzelnen Schülerinnen und Schülern.

Ebenfalls relativ neu ist die Zusammenarbeit mit einer Maltherapeutin und einer bildenden Künstlerin, die einmal wöchentlich von ausgewählten Schülerinnen und Schülern in ihren „Ateliers“ aufgesucht werden. Hierdurch wird das Angebot einer schulischen Mitarbeiterin in unserem eigenen Malraum ergänzt, das seit vielen Jahren existiert.

Sozialtherapeutische Angebote

Im Schuljahr 2016/2017 wurde unter der Bezeichnung "Ringen und Raufen" ein neues Angebot eingeführt. Unter Leitung eines Sozialpädagogen erhalten Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen die Möglichkeit zum gelenkten Aggressionsabbau und üben dabei Regelbewusstsein und Fairness.

Nicht minder bewährt haben sich zweimal wöchentlich stattfindende Schülersprechstunden beim selben Mitarbeiter.

Christlicher Glaube

Vom Beginn ihrer Schulzeit an erleben die Schüler bei uns Religionsunterricht. Darüber hinaus sind auch die Morgenkreise am Tagesbeginn sowie die gemeinsamen Mahlzeiten vom christlichen Glauben unserer Mitarbeiterschaft geprägt.

Einmal in der Woche ist die gesamte Schüler- und Lehrerschaft zu einer gemeinsamen Andacht vereint, welche, ausgehend von biblischen Aussagen, immer auch das tägliche Leben im Blick hat.

Die im Wohnheim untergebrachten Kinder und Jugendlichen dürfen außerdem am Leben der Herrnhuter Kirchgemeinde teilnehmen.

Wir sind konsequent darauf bedacht, alles zu vermeiden, was als Nötigung zum christlichen Glauben angesehen werden könnte. Dennoch soll unserer Arbeit anzumerken sein, dass sie in der Trägerschaft der Kirche geschieht.

Kooperationen

Eine enge Zusammenarbeit entwickelte sich mit den 2005 gegründeten Herrnhuter Zinzendorfschulen. Seit BEginn des Schuljahres 2017/2018 nehmen sogar einzelne Schülerinnen und Schüler beider Bildungsstätten die Möglichkeit wahr, Unterricht in ausgewählten Fächern an der jeweils anderen Schule zu besuchen.

Auch mit unserer Integrativen Kindertagesstätte besteht eine langjährige Kooperation. Hier steht vor allem die gegenseitige Einladung zu geeigneten Veranstaltungen und die Bereitstellung von Praktikumsplätzen durch den Kindergarten im Mittelpunkt. Außerdem absolvieren die zukünftigen ABC-Schützen ihre Vorschule in unserem Schulgebäude und Praktikanten aus der Comeniusschule sind in der Kindertagesstätte tätig.

Externe Partner bringen sich auch immer wieder im Rahmen unserer Wahlunterrichtsangebote ein. So begleitet die Sächsische Polizei beispielsweise unser Radfahrtraining und führt Prüfungen für Radfahrer durch. Ein Schauspieler absolviert mit einer Schülergruppe regelmäßig theaterpädagogische Übungen. Eine Dolmetscherin vermittelt interessierten Kindern und Jugendlichen die polnische Sprache.

Seit unser Schulneubau bezogen werden konnte, wird er gern auch für stiftungsinterne aber auch öffentliche Veranstaltungen unterschiedlichster Art genutzt. So regelt beispielsweise ein Vertrag mit der Hillerschen Villa gGmbH in Zittau die jährliche Ausrichtung mindestens einer Ausstellung in unseren Räumlichkeiten.

Seit mehreren Jahren pflegen wir darüber hinaus eine enge Partnerschaft mit einer Schule im westpolnischen Wschowa. Zweimal jährlich finden (mal diesseits, mal jenseits der Grenze) sorgfältig vorbereitete, mehrtägige Begegnungen zwischen Lehrkräften und Schulpflichtigen beider Schulen und Länder statt, die durch das deutsch-polnische Jugendwerk gefördert werden.

Berufsvorbereitung

Ein während der letzen drei Schuljahre (Werkstufenzeit) unabhängig von den Praktika in den Werkstätten für behinderte Menschen wöchentlich stattfindender Praxistag soll die Jugendlichen zusätzlich auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereiten.

Gleichzeitig intensiviert dieser Praxistag die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungsbereichen bzw. externen Partnern, weil zu den Praxisorten beispielsweise die Cafeteria unseres Altenpflegeheimes, unsere Wäscherei, unsere Haustechnik oder der Kindergarten der Brüdergemeine gehören.

Durch das Betreiben einer speziellen, räumlich ausgegliederten Arbeitstrainingsklasse, deren Schülerinnen und Schüler ein ganzes Schuljahr lang an drei vollen Tagen pro Woche Praktika in Betrieben der Region durchführen, wollen wir darüber hinaus in ihrem letzten Schulbesuchsjahr all jene gezielt auf eine Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt vorbereiten, für die die Werkstätten für behinderte Menschen nicht die geeignete Perspektive sind oder zu sein scheinen.

Wichtige Partner sind uns dabei neben zahlreichen kooperationsbereiten regionalen Firmen die Eltern und gesetzlichen Betreuer, die Agentur für Arbeit und der Integrationsfachdienst.

Die Praktikumsbetriebe sollen dazu ermutigt werden, Förderschulabsolventinnen und -absolventen eine Arbeitschance zu geben. Dafür, dass dies bereits mehrfach gelang, erhielt unsere Schule 2008 den Sächsischen Schule-Wirtschafts-Oscar.

Eine von den Jugendlichen selbst eingerichtete Trainingswohnung dient ergänzend dazu, das Wohnen außerhalb des Elternhauses einzuüben.

Wir sind grundsätzlich darum bemüht, sämtlichen uns anvertrauten Schülerinnen und Schülern (und ihren Eltern bzw. Betreuerinnen und Betreuern) bei der Vermittlung von Wohnheim- und Werkstattplätzen bzw. anderen Arbeitsstellen beratend zur Seite zu stehen, wenn ihre Schulzeit zu Ende geht.