Peter und Maria Einenkel haben ihren Sohn Konrad (1972-2005), ihr einziges Kind, geliebt und behütet, wie Eltern dies tun. Seit seiner Jugend war Konrad Einenkel seelisch erkrankt. Bis auf einige stationäre Krankenhaus- und Psychiatrieaufenthalte lebte Konrad deshalb bei seinen Eltern.
Das Leben mit einem behinderten oder schwer kranken Menschen in der Familie kann eine außerordentliche Herausforderung darstellen. Vieles, wenn nicht gar alles, orientiert sich an den Bedürfnissen des behinderten oder kranken Familienmitglieds. Peter und Maria Einenkel haben ihr Leben nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet. Ihre Sorge galt vor allem dem Wohlergehen des Sohnes.
Die eigenen bedrückenden Erfahrungen mit der Krankheit haben in Konrad eine Sehnsucht nach dem christlichen Glauben ausgelöst. Vor allem über die Musik und christliche Radiosendungen wuchs sein Glauben an Gott. Auch bei den Eltern hinterließ sein tiefes Verlangen nach Spiritualität Spuren.
1984 besuchte Familie Einenkel zum ersten Mal Herrnhut. Seit dem sind sie dem Ort und besonders der Herrnhuter Diakonie verbunden. Die Gründung der Konrad-Einenkel-Stiftung durch Peter und Maria Einenkel bringt diese innere Verbundenheit auch für die Zukunft zum Ausdruck.