Zusammenfassung in Leichter Sprache
Wir schreiben nur die männliche Form.
Zum Beispiel: Der Mitarbeiter.
Wir meinen aber immer alle Menschen.

Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz.
Das gilt für den Körper und für die Seele.
Die Herrnhuter Diakonie hat dafür
einen Plan geschrieben.
Er heißt: Schutz-Konzept.
Das Schutz-Konzept gilt für alle Bereiche
der Herrnhuter Diakonie.

Das Schutz-Konzept soll dabei helfen:

  • Die Menschen sollen sich sicher fühlen.
  • Die Mitarbeiter sollen die Menschen gut behandeln.
    Sie prüfen immer wieder ihr Verhalten.
  • Die persönlichen Grenzen sollen respektiert werden.
  • Es soll keine Gewalt geben.

Manchmal ist nicht klar:
Was ist richtiges Verhalten?
Und was ist nicht in Ordnung?

Darum haben wir die Verhaltens-Ampel gemacht.
Sie zeigt:

  • Welches Verhalten ist richtig?
    Das ist grün.
  • Welches Verhalten kann Menschen verletzen?
    Das ist gelb.
    Man muss genau hinsehen und darüber sprechen.
  • Welches Verhalten ist verboten?
    Das ist rot.

Die Verhaltens-Ampel gilt für alle Menschen
bei der Herrnhuter Diakonie.
Die betreuten Menschen brauchen besonderen Schutz.
Dafür tragen die Mitarbeiter die Verantwortung.
Wir haben die Verhaltens-Ampel in
Leichter Sprache zusammengefasst.
Alle sollen wissen, welche Regeln gelten.

Die Ampel steht auf grün.
Dieses Verhalten ist richtig:

Wichtig ist eine freundliche Haltung gegenüber allen Menschen.
Wir gehen gut miteinander um.
Wir nehmen uns ernst.

Gefühle sind in Ordnung.
Wir lassen sie zu und reden darüber.
Wir hören aufmerksam zu.
Und wir versuchen, den anderen zu verstehen.

Wir sprechen ruhig und respektvoll.
Wir sorgen dafür, dass keine Grenzen verletzt werden.
Wenn es Streit gibt, suchen wir eine friedliche Lösung.

Wir dürfen sagen, wenn wir etwas nicht gut finden.
Auch dann sprechen wir sachlich und freundlich.

Die Ampel steht auf gelb.
Dieses Verhalten kann Menschen verletzen:

So sprechen, dass andere nicht wissen:
Meint die Person das ernst?
Oder macht sie sich über mich lustig?

Nicht ausreden lassen und die Meinung
vom anderen nicht ernst nehmen.

Mitarbeiter erklären Regeln
nicht klar und verständlich.

Jemand hält sich nicht an Absprachen und Regeln.

Menschen werden aggressiv.
Wenn das passiert, müssen sie über die Gründe nachdenken.
Damit sie sich in der Zukunft anders verhalten können.

Die Aufgaben passen nicht zu den Menschen.
Es darf von niemand zu viel oder zu wenig gefordert werden.

Sexuelle Kontakte zwischen den betreuten Menschen:
Beide müssen einverstanden sein.

Die Ampel steht auf Rot.
Dieses Verhalten ist verboten:

Jede Gewalt.
Zum Beispiel schlagen, schubsen oder festhalten.
Sachen absichtlich kaputt machen.

Mitarbeiter fassen die betreuten Menschen
im Intimbereich an, küssen sie oder machen Sex mit ihnen.

Den privaten Bereich von Menschen nicht respektieren.
Zum Beispiel beim Waschen oder Umziehen.

Menschen einsperren oder festhalten.

Die Mitarbeiter passen nicht richtig auf
die betreuten Personen auf.

Menschen schlecht behandeln, weil sie anders sind.

Menschen beleidigen, ausgrenzen oder alleine lassen.

Vertrauen missbrauchen.

Einzelne Menschen bevorzugen.

Menschen ohne Grund bestrafen.

Menschen Angst machen.

Menschen vor anderen lächerlich machen.

Persönliche Dinge weitererzählen.

Schlecht über andere reden.

Es kann in jedem Bereich noch mehr Regeln geben.
Die Mitarbeiter können sie Ihnen sagen.

Erstellt von: Büro für Leichte Sprache Lebenshilfe Sachsen e.V.
Die Bilder sind von: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V. Illustrator Stefan Albers,
Atelier Fleetinsel, 2013
Zeichen für Leichte Sprache: © European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe.
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